April 2019 —
Februar 2020

UNESCO-Welterbe Zollverein und Campus Welterbe Zollverein der Folkwang Universität der Künste

>Die Zukunft ist formbar!< versprach das Bauhaus, als es vor hundert Jahren antrat, den Alltag zu entrümpeln und die Moderne einzurichten. Wie wollen wir leben? Was hat Bauhaus heute zu sagen in einer von Globalisierung und Digitalisierung gezeichneten Welt? Das Festival der Folkwang Universität der Künste gibt keine Antworten, sondern diskutiert in seinen unterschiedlichen Disziplinen im Austausch mit internationalen Künstler*innen.

Elementare Begriffe wie Licht, Körper, Funktionalität und Raum sind Schnittstellen zwischen damals und heute.

Die raumgreifenden Ausstellungen und Installationen stehen im Dialog mit der Architektur Zollvereins, Performer*innen erweitern das Gesagte, Experten*innen diskutieren das Erzeugte. Laser und Keramik, Techno und Tanz, Pirouetten ernster und Walzer leichter Theorie sowie einige Quallen machen sich auf eine Fahrt um eine havarierte Zukunft wieder seetüchtig zu machen.

Mit Robert Henke, Young-Jae Lee, Adrian Sauer, Rimini Protokoll und Studierenden und Lehrenden der Folkwang Universität der Künste.

Projektleitung und Künstlerische Leitung:
Prof. Elke Seeger und Fabian Lasarzik

Unser Festival ist prozesshaft und genauso ist unsere Web Seite dynamisch und iterativ und entwickelt sich im Prozess des Jahres ständig weiter und wird dementsprechend immer wieder aktualisiert.

Aktuelle Neuigkeiten finden Sie auch auf unserer Facebook und auf unserer Instagram Seite.

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30.06.2019 — 14.07.2019

Verlängerung der Ausstellung "Material zu Form - Körper zu Körper"

→ Programmübersicht

24.05.2019 —
30.06.2019

KÖRPER

Der Begriff des KÖRPER spielt seit jeher eine große Rolle in der Kunst und der Gestaltung. Der menschliche KÖRPER wurde im Bauhaus verstärkt als Ausgangspunkt gewählt, um physische Bedürfnisse des Individuums bedienen zu können. Angepasst an die große Herausforderung einer wachsenden, urbanen industrialisierten Gesellschaft. Der moderne Mensch sollte in einer von Technik geprägten Welt weiterhin mit Herz und Seele, Geist und KÖRPER schaffen. Notwendige Normen und Standards sollten sich auf den Körper ausrichten, so dass das Körpergefühl am Bauhaus im Zentrum bleiben sollte. Dies wurde sowohl in der ästhetischen Vorgehensweise, als auch in esoterischen Ansätzen proklamiert.

Auf der anderen Seite meint Körperlichkeit aber nicht nur den menschlichen Körper, sondern auch die Stofflichkeit und das Wesen des Materials bei der Gestaltung von Objekten des Alltags. Hierbei war Leitlinie vor allem die Idee der manufaktuerellen Produktion unter dem Aspekt der Funktionalität und Erschwinglichkeit für die Bürger*innen. Trotz Serienproduktionen und strenger Formgebung bewahrten die Objekte des Bauhaus jedoch den Charakter des einzigartig geschaffenen Körpers unter Betonung seiner spezifischen Materialität.
Doch was ist, wenn man diese Idee weiter denkt? Was ist die Essenz des Materials und die des Körpers, wenn dieser nicht mehr individuell gedacht wird, sondern auch als Gruppe und in Uniformität? Wie verhalten sich Körper zu Körpern und in welchen, auch größeren Bezügen stehen sie aus Sicht heutigem Kunstschaffens?

→ Veranstaltungen

11.04.2019 —
05.05.2019

LICHT

Keine gestalterische Tradition dürfte global bedeutender und erfolgreicher sein als die des Bauhauses. Das Bauhaus gilt als Modell und Versuch der Künste, Takt – und Formgeber von technischen, sozialen und politischen Umwälzungen zu sein und diese ästhetisch zu begleiten.
Das Thema LICHT spielte hier eine tragende Rolle und symbolisierte den mit dem Bauhaus verbundenen Fortschrittsglauben und die dabei grundsätzlich aufklärerische und transparente Haltung.
Aus dieser Haltung wurde eine Utopie (Der NEUE MENSCH) ausformuliert. Von einer künstlerischen und gestalterischen Elite für den individuellen Menschen, aber auch zum Wohl der demokratischen Gesellschaft. Dies geschah in einem neuartigen interdisziplinären und offenen Bildungs- und Produktionsprozess.
„LICHT und Raum“, „LICHT und Bild“, „LICHT und Architektur“...Es scheint also ob LICHT einerseits als Hauptmedium des Bauhaus und zugleich als dessen bildhafter Bedeutungsträger fungiert.

TRY AGAIN FAIL AGAIN FAIL BETTER startet den Versuch über die Vorgehensweisen der verschiedenen Gattungen der Kunst eine historische Distanz zum Bauhaus aus heutiger Sicht zu erschaffen. So zeigt die erste Festivaleinheit LICHT verschiedene zeitgenössische interdisziplinäre Positionen und Ansätze von Künstler und Künstlerinnen in unterschiedlichen räumlichen und gedanklichen Kontexten sowie in Formaten von Ausstellungen, Installationen, Peformances, Gesprächen, Workshops und einer Party.

→ Veranstaltungen

Gefördert im Fonds Bauhaus heute der