Vergangenes Programm

Körper

24.05.2019 — 30.06.2019

Der Begriff des KÖRPER spielt seit jeher eine große Rolle in der Kunst und der Gestaltung. Der menschliche KÖRPER wurde im Bauhaus verstärkt als Ausgangspunkt gewählt, um physische Bedürfnisse des Individuums bedienen zu können. Angepasst an die große Herausforderung einer wachsenden, urbanen industrialisierten Gesellschaft. Der moderne Mensch sollte in einer von Technik geprägten Welt weiterhin mit Herz und Seele, Geist und KÖRPER schaffen. Notwendige Normen und Standards sollten sich auf den Körper ausrichten, so dass das Körpergefühl am Bauhaus im Zentrum bleiben sollte. Dies wurde sowohl in der ästhetischen Vorgehensweise, als auch in esoterischen Ansätzen proklamiert.

Auf der anderen Seite meint Körperlichkeit aber nicht nur den menschlichen Körper, sondern auch die Stofflichkeit und das Wesen des Materials bei der Gestaltung von Objekten des Alltags. Hierbei war Leitlinie vor allem die Idee der manufaktuerellen Produktion unter dem Aspekt der Funktionalität und Erschwinglichkeit für die Bürger*innen. Trotz Serienproduktionen und strenger Formgebung bewahrten die Objekte des Bauhaus jedoch den Charakter des einzigartig geschaffenen Körpers unter Betonung seiner spezifischen Materialität.
Doch was ist, wenn man diese Idee weiter denkt? Was ist die Essenz des Materials und die des Körpers, wenn dieser nicht mehr individuell gedacht wird, sondern auch als Gruppe und in Uniformität? Wie verhalten sich Körper zu Körpern und in welchen, auch größeren Bezügen stehen sie aus Sicht heutigem Kunstschaffens?



weitere Einheiten

Funktionalität

Licht

Eine Veranstaltung der Folkwang Universität der Künste in Kooperation mit dem Ruhr Museum, der Stiftung Zollverein sowie in Zusammenarbeit mit der Klassik Stiftung Weimar, gefördert im Fonds Bauhaus heute der Kulturstiftung des Bundes