KÖRPER

24.Mai.2019 —
30.Jun.2019

Programm

24.05.2019 — 30.06.2019

Young-Jae Lee: MATERIAL ZU FORM - Körper zu Körper

Mit einer Installation der Künstlerin Eun-Mee Lee

Die Folkwang Universität der Künste hat die international renommierte Keramikkünstlerin Young-Jae Lee als Gastkünstlerin des Festivals „Try Again, Fail Again, Fail Better – Impuls Bauhaus“ eingeladen. Sie ist langjährige Leiterin der Keramischen Werkstatt Margaretenhöhe, die seit 1987 auf dem Areal des heutigen UNESCO-Welterbes Zollverein beheimatet ist. Ihre Keramiken stehen geradezu idealtypisch für das Motto der zweiten Festivaleinheit KÖRPER.

Young-Jae Lee vereint in ihren Arbeiten Anklänge an die Bauhaus-Tradition mit Einflüssen asiatischer Keramikphilosophie und entwickelt eine zeitgenössische und dennoch zeitlose künstlerische Form, die weltweit Beachtung findet. In der Verbindung von Kunst, Handwerk und Leben entfalten ihre skulpturalen Keramiken (in ihrer natürlichen Schlichtheit) eine besondere Ästhetik. Sie sind zu gleichen Teilen Gebrauchsgegenstand und plastische KÖRPER. Im beeindruckenden Raum der Trichterebene präsentiert Young-Jae Lee ihre Spindel- und Zylindervasen. Die Keramiken erzeugen mit ihren minimalen Veränderungen eine organische Vielfalt und eine spannungsreiche Variation in ihrer scheinbaren Uniformität. (Jedes Objekt behauptet seine individuelle Eigenheit als Teil einer Gruppe und Form.)

Auf Einladung von Young-Jae Lee hat die südkoreanische Künstlerin Eun-Mee Lee eine ortsspezifische Arbeit für denselben Raum entworfen. Erde uns Ton als ursprüngliches Grundmaterial erhalten eine elementare Bedeutung. So sind unter anderem nutzlos gewordene häusliche Gebrauchsobjekte mit Tonerde überzogen und im Raum inszeniert. Mit ihren installativen Eingriffen sucht Eun-Mee Lee eine unmittelbare Beziehung zur ehemaligen Funktion und Struktur des historischen Ortes.
Im Zusammenspiel nehmen beide Künstlerinnen Bezüge zum Bauhaus und dem historischen Ort Zollverein als Denkmal der Moderne auf. In der Ausstellung „MATERIAL ZU FORM –Körper zu Körper“ reflektieren sie auf kritische Weise grundlegende Fragen der Gestalt-und Formgebung, den Produktionsprozess und den Gebrauch von Objekten durch den Menschen.

Young-Jae Lee ist seit 1986 Leiterin der Keramischen Werkstatt Margaretenhöhe. Für ihre Arbeiten hat sie zahlreiche Preise erhalten. 2016 wurde ihr die Ehrendoktorwürde der Eugeniusz-Geppert-Akademie der Schönen Künste in Wroclaw (Breslau) verliehen. Ihre Keramiken sind in vielen Museumssammlungen vertreten. Young-Jae Lee lebt und arbeitet in Essen.

Eun-Mee Lee wurde an der Ewha Womans University in Seoul als Keramikerin ausgebildet. Mit ihren Werken ist sie weltweit in Einzel- und Gruppenausstellungen vertreten. Sie lebt und arbeitet in Seoul.

Die Keramische Werkstatt Margaretenhöhe wurde 1924 von Margarethe Krupp ins Leben gerufen. Ab 1930 produzierte die Werkstatt unter der Leitung von Johannes Leßmann, einem Schüler des bedeutenden Bauhauskeramikers Otto Lindig, Keramiken in Serie. So wurde die Keramische Werkstatt Margaretenhöhe wichtiger Träger der Bauhaus-Idee im Ruhrgebiet (und verfolgt diesen Ansatz noch heute.)

Künstlerische Konzeption: Fabian Lasarzik

Im Museum Folkwang findet parallel vom 23.05 bis zum 14.07.2019 die ergänzende Ausstellung „KÖRPER zu KÖRPER“- Material zu Form“ von Young-Jae Lee statt. Weitere Informationen dazu unter www.museum-follkwang.de

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Mi-So, feiertags, 12.00-18.00 Uhr, Eröffnung: Do, 23.05.2019, 19.00 Uhr
Die Ausstellung ist während der Extraschicht am 29.06.20199 bis 2.00 Uhr geöffnet.

Mischanlage [C70]
UNSECO-Welterbe Zollverein, Areal C [Kokerei], Mischanlage [C70],
Kokereiallee 71, 45141 Essen

02.06.2019 — 09.06.2019

Agata Madejska, Pio Rahner & Marita Bullmann - Korrespondenzausstellung

Fotografie, Objekt und Performance

Pio Rahner
Unser Alltagsleben und unsere Handlungs- und Lebensräume sind von unserem Verhältnis zum Gegenstand bestimmt. Die Gegenstände in den Arbeiten von Pio Rahner scheinen aus unserer Alltagswelt zu stammen. Die Objekte sind jedoch keine Readymades und bilden auch keine konkreten Gegenstände ab. Der offensichtlich artifizielle Charakter verweist auf Funktionalität, Disfunktionalität, Verwendung und Verwandlung. Die Objekte, Materialien, Formen und die darin verborgenen Handlungen des täglichen Lebens werden entkontextualisiert und neu definiert.

Dieses Prinzip der Neuordnung der Wirklichkeit zeichnet auch die Arbeiten "Fenster" und "Podien" aus. Wenngleich sie in ihrer Formsprache eng mit der minimalistischen Kunst der 1960er Jahre verbunden sind, verändern sie ihre im Titel angedeutete Referenzialität durch ihre Positionierung im Raum.
In den „Fenstern“, die in ihrem Format die Größe der vorhandenen Fenster aufgreifen, zeigt sich bereits in der Konstruktion die der Arbeit zugrundeliegende Variabilität und Sinnverschiebung. Das Entstehen der skulpturalen Form ist am Objekt ablesbar und nachvollziehbar. In „Podien“ ist auf eine humorvolle Weise die Nachbarschaft zum Design, zur seriellen und handwerklichen Produktionsweise impliziert.

Pio Rahner (1982) studierte Fotografie an der Folkwang Universität der Künste, wo er 2015 das Diplom 2015 mit Auszeichnung absolvierte. Für sein Werk, in dem er unterschiedliche künstlerische Medien zu Installationen im Raum verbindet, hat er zahlreiche Auszeichnungen erhalten. 2016 war er als Stipendiat des Artist-in-Residence Programms in Christoph Schlingensiefs Operndorf Afrika. Mit seinen Arbeiten ist er in Ausstellungen im In- und Ausland vertreten. 2017 war er u. a. Teil der Gruppenausstellung „Yam Wekre“ im Nationalmuseum von Burkina Faso in Ouagadougou. Pio Rahner lebt und arbeitet in Bremen.

Agata Madejska
Agata Madejska verbindet in ihrer künstlerischen Praxis Fotografie, Objekt und Skulptur zu einer komplexen, präzise aufeinander abgestimmten Rauminstallation. Die klare visuelle Formensprache führt zu einer starken Präsenz von Objekt und Bild. Dabei rückt sie die Materialität der Arbeiten in den Fokus ihres Interesses und spielt mit ihrer semantischen Mehrdeutigkeit. Ihre Arbeiten thematisieren die politische Symbolik und Rhetorik, die in Objekten und gesellschaftlichen Strukturen verborgen sind. Die kritisch abstrahierende Auseinandersetzung mit Geschichte und Repräsentation unterläuft existierende Deutungsordnungen sowie deren kulturelle, soziale und politische Funktionen mit künstlerischen Mitteln.

„Mistakes Were Made“ (2018) behandelt das Zusammenleben von Menschen und verbindet die körperliche und die auditive Wahrnehmung zu einem Erfahrungsraum. Die Fotografien aus der Serie „Rise“ (2018) zeigen den für den Menschen schädliche Smog, der durch die Konzentration von Ozon und Photooxidantien in Verbindung mit den UV-Strahlen der Sonne entsteht. Die Masken von „Host and Guest“ (2019) können von den Besucher*innen am Eröffnungsabend aufgesetzt werden.
Alle drei Arbeiten behandeln die vieldeutige Lesbarkeit von Bildern, Objekten und Sprachen.

Agata Madejska (*1979 in Warschau) studierte an der Folkwang Universität der Künste und am Royal College of Art in London. Sie erhielt mehrere Preise und Auszeichnungen, darunter den Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen 2011 für junge Künstlerinnen und Künstler. Ihre Arbeiten sind in Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland vertreten, u. a. in der Kunsthalle Wilhelmshaven, im Musée des Beaux-Arts (Rouen), im Kunsthaus NRW (Aachen), im Albertinum (Dresden), im Museum Folkwang (Essen), in der Tate Modern (London), im Museum Morsbroich (Leverkusen), in der Kestner Gesellschaft (Hannover), in Aperture (New York), im ICA (London) und im Palais de Glace/Palacio National de las Artes (Buenos Aires) ausgestellt. Agata Madejska lebt und arbeitet in London.

Marita Bullmann
Titel: untitled (fail better)
Material: mixed materials
Marita Bullmanns Arbeiten sind Auseinandersetzungen mit alltäglichen Gegenständen: vertrauten Materialien, Handlungen, Räumen und Orten. Performativ begibt sie sich auf die Suche nach einer direkten Begegnung zwischen Körper und Raum. Ihre Arbeitsweise lässt sich als ein zeitlich ephemer, orts- und situationsspezifischer Prozess begreifen. Mit ihren Handlungen kreiert sie eigene Realitäten und Szenarien, die das Bewusstsein für Gegenstand, Material, Körper und Raum verstärken. Visuelle, zeitliche, haptische oder akustische Elemente bestimmen die Wirkung und die Wahrnehmung ihrer Darbietung. Die Art und Weise, wie sie abstrahierende Deutungen schafft, erlaubt die uns umgebenden Dinge neu wahrzunehmen und zu betrachten. Die Interpretation erfolgt im Erleben. Die von ihr verwendeten Gegenstände und Materialien sind keineswegs neutral, sondern verbinden sich mit unserer sinnlichen und emotionalen Erlebnis- und Erfahrungswelt. Ihre Intention ist es, die gewohnten Seh- und Wahrnehmungsmechanismen fern von kulturellen Prägungen zu beeinflussen und einen neuen ‚Raum‘ zu schaffen, der uns den Akt des Sehens bewusst werden lässt. Mit den von ihr konstruierten Ereignissen verbindet sie eine Suche nach Bildern und Handlungen, die die Phänomene der Merkwürdigkeit und Eigenartigkeit sichtbar machen.

Marita Bullmann ( * 1982) ist Performance-, Installations- und Fotokünstlerin. Sie studierte Fotografie an der Folkwang Universität der Künste in Essen und Performance Art an der Bezalel Academy of Art and Design in Jerusalem bei Adina Bar-On. 2011 schloss sie ihr Studium mit Auszeichnung ab.
Seit 2006 zeigt Marita Bullmann ihre künstlerischen Arbeiten in ganz Europa, Israel, Russland, Singapur, Thailand, USA, Chile, Argentinien, Brasilien, Bangladesch, Macau, den Philippinen und China. Zusammen mit Boris Nieslony (Black Market International) und anderen KünstlerInnen gründete sie 2011 PAErsche, ein Aktionslabor, das sich auf Begegnung und Vernetzung als Gabe und Kooperation fokussiert. Seit 2013 ist sie Organisatorin der Performance-Kunstplattform INTERVAL.
Marita Bullmann lebt und arbeitet in Essen.

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Mi–So, 12.00–18.00 Uhr, Eröffnung: Sa. 01.06.2019, 17.00 Uhr

Halle 6 [A6]
UNESCO- Welterbe Zollverein, Areal A [Schacht XII], Halle 6 [A6],
Gelsenkirchener Straße 181, 45309 Essen

02.06.2019 — 09.06.2019

Die digitale Manufaktur

Explorationen in KÖRPER und Material

Die Uniformität der uns umgebenden Objekte ist das Resultat einer automatisierten, seriellen Massenfertigung, die ihren Anfang in der Industrialisierung Mitte des 19. Jahrhunderts nahm. Damit wurden Güter auch von hochwertigerer Qualität erstmals in großen Stückzahlen verfügbar. Ihre Gestalt und Erscheinung wird maßgeblich durch die eingesetzten Fertigungstechnologien geprägt. Das in einem vorangestellten Prozess erdachte und gestaltete Objekt wird in immer derselben Form mit gleichbleibender Qualität reproduziert. In diesem Kontext sind handwerkliche Tätigkeiten nicht mehr gestaltend, sondern dem Prozess dienend. Der Nutzer hat keinen Einfluss auf die Form.
In der heutigen Zeit sind innovative Fertigungstechnologien wie 3D-Druck in der Lage, dieses Paradigma zu brechen. Sie erlauben die Produktion von individualisierten Produkten in großen Stückzahlen und die direkte Einbeziehung des Nutzers in den Gestaltungsprozess. Elemente des handwerklichen Schaffens können sich mit der digitalen Welt der Produktion verbinden und zu neuen Ausdrucksformen führen. Ähnlich disruptiv wie es die Technologien der industriellen Massenproduktion waren, werden die generativen Fertigungsverfahren maßgeblich prägend für unsere zukünftige Gesellschaft sein.

Die „digitale Manufaktur“ bezieht die BesucherInnen direkt in den Schaffensprozess von „industriell“ gefertigten Objekten ein. Durch körperliche Interaktion mit der Maschine können sie die entstehenden Strukturen direkt beeinflussen. Ein digitaler Protokörper wird über Sensoren, die die Besucher*innen und die Umgebung erfassen, derart beeinflusst, dass ein Objekt von einzigartigem Phänotyp entsteht, das in einem 3D-Druckverfahren materialisiert wird. Jedes Objekt wird zu einem Unikat. Die herkömmliche Auffassung der Autorschaft eines Werks wird in Frage gestellt.

Die „digitale Manufaktur“ ist ein künstlerisches Projekt einer interdisziplinären Arbeitsgruppe der Folkwang Universität der Künste, bestehend aus Steffen Hartwig, Prof. Stefan Neudecker und Daniel Wilkens.

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Mi-So, 12.00-18.00 Uhr

Halle 6 [A6]
UNESCO-Welterbe Zollverein, Areal A [Schacht XII], Halle 5 [A6], Gelsenkirchener Straße 181, 45309 Essen

02.06.2019

Das Schöne - pur und simpel

Talkrunde Denken ohne Geländer

Gäste: Prof. Young-Jae Lee, Prof. Dr. Günter Figal, Marie-Lena Kaiser, Agata Madejska, Prof. Stefan Neudecker und Pio Rahner
Moderation: Dr. Frank Raddatz

Die KünstlerInnen der zweiten Festivaleinheit KÖRPER diskutieren mit weiteren Gästen ernsthaft theoretisch, aber auch kurzweilig konkret über das Bauhaus und ihre Arbeiten.
Die 1924 gegründete Keramische Werkstatt Margaretenhöhe, dies sich seit ihren Anfängen der Formensprache und Haltung des Bauhaus verpflichtet fühlt, ist seit den 1930er Jahren auf dem Gelände der Zeche Zollverein beheimatetet, Sie wird von der Künstlerin Young-Jae Lee geleitet. Im Gespräch mit dem Philosophen Günter Figal diskutiert sie über die Ästhetik des Einfachen und geht der Frage nach der Materialität nach. Stefan Neudecker erläutert die neuen Möglichkeiten bei der Gestaltung von KÖRPERN durch den 3D-Druck. Musikalisch-performative und kurzweilige Akzente setzt die Aufführung des Stückes „Deconstructing IKEA“ (2005) von Amund Sjølie Sveen
mit KünstlerInnen der Folkwang Universität der Künste.

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So, 02.06.2019, 12.00-14.00 Uhr

Mischanlage - Verteilerebene
UNESCO-Welterbe Zollverein, Areal C [Kokerei], Mischanlage [C7],
Mischanlage, Verteilerebene, Kokereiallee 71, 45141 Essen

02.06.2019

Go for Good II. First the Body

Performance mit Studierenden des Instituts für Zeitgenössischen Tanz der Folkwang Universität der Künste

Mit dem Bild des Treppenhauses im Bauhaus Dessau hat Oskar Schlemmer einem utopischen Ansatz Anschauung verliehen. Als Ort für die zweite Performance hat Marie-Lena Kaiser die Wendeltreppe der Mischanlage für ihre Choreografie ausgewählt. Inspiriert von Becketts Text „Worstward ho“ ist der KÖRPER uns seine Schwerkraft Ausgangspunkt für die tänzerische Intervention mit dem Total „First the Body“

Bitte beachten Sie, dass wir für diese Aufführung aus Sicherheitsgründen nur eine begrenzte Zahl von Besucher*innen zulassen können.

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So, 02.06.2019, 14.00-14.30 Uhr

Mischanlage [C70]
UNESCO-Welterbe Zollverein, Areal C [Kokerei], Mischanlage [C70] Kokereiallee 71, 45141 Essen

07.06.2019

Denk-Labor KÖRPER

Ein Workshop mit Studierenden aus unterschiedlichen Fachdisziplinen

Materialität und Digitalität werden heute zusammen gedacht. Sie lösen den KÖRPER als Objekt von seiner klassischen analogen Form und führen neuartige digitale Formen der Objektfindung ein. Sie bieten dem künstlerischen Arbeiten unerschöpfliche Möglichkeiten.

Gemeinsam mit Young-Jae Lee und weiteren Künstler*innen der zweiten Festivaleinheit beschäftigen sich Studierende mit der Auflösung und der gleichzeitigen Entstehung neuartiger Manifestation von KÖRPERN.

Für dieses Angebot ist eine Anmeldung erforderlich. Es richtet sich exklusiv an Studierende. Externe Studierende melden sich bitte unter info@tryagainfailagain.de an.

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Fr, 07.06.2019, 12.00-18.00 Uhr

SANAA-Gebäude [A35]
UNESCO-Welterbe Zollverein, Areal A [Schacht XII],
Gelsenkirchener Straße 209, 45309 Essen

14.06.2019

Form/Denken. Philosophien der Gestaltung

Symposium

Referenten: Dr. Dr. Florian Arnold (Stuttgart), Prof. Fr. Daniel Martin Feige (Stuttgart), Prof. Dr. Martin
Gessmann (Offenbach), Prof. Dr. Hyun Kang Kim (Düsseldorf) und Prof. Dr. Dieter Mersch (Zürich)
Begrüßung: Prof. Elke Seeger (Folkwang Universität der Künste)
Moderation: Prof. Dr. Markus Rautzenberg (Folkwang Universität der Künste)

Die Frage nach der Form bestimmt Philosophie und Kunsttheorie seit Anbeginn. Eine Philosophie der Gestaltung birgt aber auch neue Perspektiven. Das Symposium „Form/Denken. Philosophien der Gestaltung“ widmet sich aktueller Philosophien der Gestaltung. Dabei wird davon ausgegangen, dass sich eine entschieden philosophische Beschäftigung mit dem Thema Gestaltung deutlich von Designtheorie unterscheidet und eigene Impulse liefert, wofür die publizistische Tätigkeit der letzten Jahre ein beredtes Zeugnis ablegt.

Für diese Veranstaltung ist eine Anmeldung erforderlich.
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Fr. 14.06.2019, 10.00-18.00 Uhr

SANAA-Gebäude [A35]
UNESCO-Welterbe Zollverein, Areal A [Schacht XII], Baulager [B52],
Gelsenkirchener Straße 19, 45327 Essen

22.06.2019

Besichtigung der Keramischen Werkstatt Margaretenhöhe

Besichtigung

Für dieses Angebot ist eine Anmeldung erforderlich. Diese nehmen wir ab dem 01.06.2019 entgegen. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir aus Kapazitätsgründen nicht allen Besucherwünschen entsprechen können.

Sa. 22.06.2019, 15.00-16.30 Uhr

Keramische Werkstatt Margaretenhöhe [B52]
UNESCO-Welterbe Zollverein, Areal B [Schacht 1/ 2/ 8], Halle 2 [A2], Gelsenkirchener Straße 181, 45309 Essen

29.06.2019

Spy

begehbare Videoinstallation zur Extraschicht

Die Folkwang Absolventin Anastasija Delidova inszeniert anlässlich der Extraschicht 2019 ein subtiles Schattenspieltheater. Ab Einbruch der Dunkelheit verwandelt ihre Installation „Spy“ die Fenster der Halle 2 in eine Bühne für die darauf projizierten KÖRPER.

Sa, 29.06.2019, 18.00-02.00 Uhr

Halle 2 [A2]
UNESCO-Welterbe Zollverein, Areal A [Schacht XII], Halle 2 [A2], Gelsenkirchener Straße 181, 45309 Essen

11.04.2019 —
05.05.2019

LICHT

Keine gestalterische Tradition dürfte global bedeutender und erfolgreicher sein als die des Bauhauses. Das Bauhaus gilt als Modell und Versuch der Künste, Takt – und Formgeber von technischen, sozialen und politischen Umwälzungen zu sein und diese ästhetisch zu begleiten.
Das Thema LICHT spielte hier eine tragende Rolle und symbolisierte den mit dem Bauhaus verbundenen Fortschrittsglauben und die dabei grundsätzlich aufklärerische und transparente Haltung.
Aus dieser Haltung wurde eine Utopie (Der NEUE MENSCH) ausformuliert. Von einer künstlerischen und gestalterischen Elite für den individuellen Menschen, aber auch zum Wohl der demokratischen Gesellschaft. Dies geschah in einem neuartigen interdisziplinären und offenen Bildungs- und Produktionsprozess.
„LICHT und Raum“, „LICHT und Bild“, „LICHT und Architektur“...Es scheint also ob LICHT einerseits als Hauptmedium des Bauhaus und zugleich als dessen bildhafter Bedeutungsträger fungiert.

TRY AGAIN FAIL AGAIN FAIL BETTER startet den Versuch über die Vorgehensweisen der verschiedenen Gattungen der Kunst eine historische Distanz zum Bauhaus aus heutiger Sicht zu erschaffen. So zeigt die erste Festivaleinheit LICHT verschiedene zeitgenössische interdisziplinäre Positionen und Ansätze von Künstler und Künstlerinnen in unterschiedlichen räumlichen und gedanklichen Kontexten sowie in Formaten von Ausstellungen, Installationen, Peformances, Gesprächen, Workshops und einer Party.

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Gefördert im Fonds Bauhaus heute der